Discounter bauen ihr Angebot aus


Beim Einkauf von frischem Rind- und Schweinefleisch greifen die deutschen Verbraucher in noch größerem Umfang auf Selbstbedienungsware zurück als bisher: Im ersten Halbjahr 2005 erhöhte sich die Frischfleischnachfrage per Selbstbedienung in den Geschäften gegenüber dem Vorjahreszeitraum um weitere zwölf Prozent, da vor allem Discountketten dieses Segment ausbauen. Damit hat sich der Anteil von frischem SB-Rind- und -Schweinefleisch an den gesamten Fleischeinkäufen der Privathaushalte in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 43,1 Prozent vergrößert. Im Jahresdurchschnitt 2004 lag dieser Anteil erst bei 38,9 Prozent, in 2003 bei 31,5 Prozent, so die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg.
Verlierer war die lose verkaufte Frischfleischware. Ihr Anteil an den Einkaufsmengen betrug im ersten Halbjahr 2005 nur noch 53 Prozent gegenüber 58,6 Prozent in den ersten sechs Monaten von 2004. Im gesamten Jahresdurchschnitt 2004 belief sich dieser Anteil auf 57,3 Prozent, 2003 noch auf 64,8 Prozent. Tiefgekühltes Rind- und Schweinfleisch kam im bisherigen Jahresverlauf auf einen Marktanteil von 3,9 Prozent gegenüber 4,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Bei Wurst und sonstigen Fleischverarbeitungserzeugnissen setzt sich der Trend zur Selbstbedienungsware ebenfalls weiter fort. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wuchs dieses Segment gemessen an den Einkaufsmengen der Privathaushalte um 3,7 Prozent und kam auf einen Anteil von 62,4 Prozent gegenüber 59,8 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Quelle: ZMP
Veröffentlichung: 06.09.2005

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