Bonn, 25.11.2019 (BVDF)

Fleischwirtschaft fordert einheitliches Kontrollniveau

Vor dem Hintergrund der aktuellen Berichte über Hygieneverstöße und den in diesem Zusammenhang offengelegten Kontrollmängel der zuständigen Behörden bei einem inzwischen geschlossenen Fleischwarenbetrieb in Hessen fordert der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) konsequente und gleichwertige Kontrollen von Behörden und privaten Auditoren in allen Bundesländern.

„Ein unterschiedliches Niveau von behördlichen Kontrollen oder privaten Audits sorgt nicht nur für Wettbewerbsverzerrung, sondern – viel schlimmer – bedroht den gesundheitlichen Verbraucherschutz und das Vertrauen der Verbraucher,“ stellt Sarah Dhem, Präsidentin des BVDF, fest. “Wir können das so nicht hinnehmen. Wir müssen auf die funktionierenden Kontrollmechanismen ohne Ausnahme vertrauen können. Dieser Fall ist für uns alle eine Katastrophe.“

In diesem Zusammenhang weist sie auch darauf hin, dass Listerien in vielen Lebensmitteln nachgewiesen werden können, aber erst bei der Überschreitung von gesetzlich festgelegten Grenzwerten zu einer Gefahr für immungeschwächte Verbraucher werden.